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Artikel ::  Die Koppentraun: Bad Aussee bis Obertraun


Die Koppentraun
- Einer der schönsten Wildwasserbäche Österreichs -

Die Koppentraun befindet sich im Salzkammergut (Oberösterreich) und mündet in den Hallstädter See. Im Folgendem, die Beschreibung des 8 km Wildwasser-Abschnittes der Koppentraun von Bad Aussee bis Obertraun - dieser Abschnitt stellt ein Klassiker des Wildwassers dar!

Hinweis:

Bei der Koppentraun soll ein Kraftwerk gebaut werden... Dies hat eine komplette Zerstörung der Koppentraun zur Folge: Der Wasserablass wird nicht mehr kontinuierlich und natürlich sein, sondern wenn überhaupt stark eingeschränkt. Helft also mit gegen die Zerstörung anzugehen!

Weitere Infos hierzu: Retten wir die Koppentraun vor dem Staudamm und bei kajak.at www.koppentraun.at/petition.php

Wegbeschreibung:

Von Salzburg  kommend fahrt Ihr am Besten über die österreichische Autobahn A10 in Richtung Golling. In Golling abfahren und der B166 (entlang dem Lammertal und über einen kleinen Paß) Richtung Abtenau und Hallstatt folgen. Den Hallstädter See auf der linken Seite liegen lassen, d.h. über Koppentraun (der Gasthof "Koppentraun" liegt dann am Ortsausgang) und dem Koppenpaß (ggf. kleinen Umweg über Bad Goisern in Kauf nehmen und Hallstädter See rechts liegen lassen, falls der/die BeifahrerIN nicht "sitzfest" ist!) in Richtung Bad Aussee.

Einstieg:

Der Einstieg für den Wildwasserabschnitt der Koppentraun ist beim Bahnhof Bad Aussee. Am besten beim Bahnhof das Auto stehen lassen.


Es geht endlich los: Alex beim Einstieg in Bad Aussee, Foto: Jan-Peter Reichardt. 

Los geht's:

Kaum sitzt man im Boot, folgen direkt zwei kleinere Sohlschwellen, bei denen sich teilweise tolle Walzen bilden. Nach etwa einem Kilometer kommt ein Wehr: bei HW lebensgefährlicher Rücklauf. Hier rutscht man links die Fischtreppe runter oder umträgt links, recht mühsam.

 Blick von oben und beim Rutschen der Fischtreppe, Fotos: Jan-Peter Reichardt.

Auf den nachfolgenden zwei Kilometern keine nennenswerten Schwierigkeiten - somit ideal um sich "Warmzupaddeln"...

Dann starke Zunahme der Schwierigkeiten (etwa auf Höhe der 2. Eisenbahnbrücke): Beim ersten Katarakt, "das Gschaute", sieht man bei NW nach einer links Kurve / Stufe zwischen den Steinen eine lange schmale  Rinne. Diese ist gekennzeichnet durch schnelle Strömung, die sich am Ende gegen einen mittig liegenden Stein presst, hiernach ein Loch (z.T. starker Rücklauf). Bei HW bilden sich bei dem Katarakt sehr hohe und wuchtige Walzen.

Eine vorherige Besichtigung ist ratsam!

Nach der Kurve: Eingangsstufe des 1. Kataraktes, Foto: Jan-Peter Reichardt.

Im Katarakt (hier die Route durch die "Rinne"), Foto: Jan-Peter Reichardt.

Der von der Hauptströmung angespülte Stein, dahinter rechts ein fettes Loch, Foto: Alexander Aßelmann.

Blick flussaufwärts vom Kehrwasser unterhalb des 1.Kataraktes, Foto: Alexander Aßelmann.

Nachdem ersten Katarakt setzt man die Fahrt auf zunächst ruhigem Wildwasser fort und genießt die eindrucksvolle Landschaft. Jedoch steht der Paddler bereits nach 200m vor der schwersten Stelle der Koppentraun. Eine vorherige Besichtigung des zweiten Kataraktes, "das Ungschaute", ist unerlässlich (hierfür links anladen und ggf. links umtragen).

Alex beim Scouten des "Ungschauten", Foto: Jan-Peter Reichardt. 

Auf die lang gezogene Linkskurve folgt die erste Stufe bei der auf Steine im Unterwasser geachtet werden sollte. Bei der zweiten Stufe drückt die Strömung stark nach links auf einen großen Felsen zu (aufpassen evtl. Unterspülung), unbedingt vorher eine geeignete Route suchen. Der letzte Abfall des Kataraktes hat einen erheblichen Rücklauf. Es sollte gerade hier bei den Katarakten immer auch auf Baumhindernissen geachtet werden.

2. Katarakt: Blick flussaufwärts (rechts oben im Bild der Fels auf dem die Hauptströmung nach links drückt!), Foto: Jan-Peter Reichardt.

Letzte Stufe beim 2.Katarakt, Foto: Jan-Peter Reichardt. 

Bis zur der 3. Eisenbahnbrücke folgen eine Reihe weiterer kleinere Katarakte, die auch die volle Aufmerksamkeit fordern. Ab dieser Brücke ist das Ende der Schwierigkeiten erreicht.  

Nach dem 2.Katarakt kennzeichnen kleinere Schwallstrecken den Fluß, Foto: Jan-Peter Reichardt.

Straßenbrücke in Sichtweite, d.h. Ende der Schwierigkeiten! Links Jan-Peter (soulboater.com) und rechts Alex beim Genießen der Landschaft, Foto: Alexander Aßelmann und Jan-Peter Reichardt.

Ende des Abschnittes bei der Straßenbrücke: Ausstieg unmittelbar links nach der Brücke (hier auch der Pegel) bei dem Gasthof "Koppenrast".

Beim Ausstieg hängt ein riesiges Banner von kajak.at gegen die Zerstörung der Koppentraun, Foto: Alexander Aßelmann.

Die hier gezeigten Bilderpegel sind bei einem Pegel von ca. 100cm entstanden!

Dank an Jan-Peter R. von http://www.soulboater.com/ für die Bilder.


Pegel:

Der Pegel befindet sich bei der Ausstiegsstelle Gasthof "Koppenrast", unter der Straßenbrücke. Befahrbarkeit der Koppentraun am besten bei NW April bis Herbst.

NW: ca. 90 cm (Befahrung auch bei 80 cm möglich, jedoch sehr steinig!)

MW: 120 - 145 cm

HW: ab ca. 160 (dann sehr wuchtig!)


Charakter:

Sehr schöner Wildbach mit zum Teil wuchtigem Wildwasserpassagen. Er sollte auf jeden Fall vor einem Kraftwerk erhalten werden!

Bei MW zunächst einfaches Wildwasser: WW I-III. Dann Zunahme der Schwierigkeiten: durchgehend WW III (+), bei den Katarakten WW IV bzw. WW V.


 Bitte mitmachen: Retten wir die Koppentraun vor dem Staudamm

 www.koppentraun.at/petition.php


Das Wetter an der Koppentraun:





Weitere Infos:

erschien in:  playboaters.de
erschien am:  03.10.2005
verfasst von:  Alex
Fotogalerie: